BMW ändert Elektro-Auto Strategie

Auto, Motor und Sport hat die Katze aus dem Sack gelassen: BMW möchte zukünftig auch seine normalen Baureihen 3, 5, 7 sowie X3 mit reinen Elektroantrieben anbieten. Mit dieser Strategie will BMW im Jahr 2017 den Absatz von E-Autos und Hybridmodellen auf 100 000 steigern.

BMW geht neue Wege mit seiner E-Flotte

Waren es 2016 noch rund 60 000 verkaufte Modelle mit E- und Hybridantrieb, sollen es 2017 100 000 werden. Gelingen soll dies durch die Elektrifizierung der altbekannten Baureihen. 2019 soll dann auch ein elektrischer Mini folgen und 2020 der X3. Der große Knaller ist allerdings für das Jahr 2021 mit dem iNext geplant. Dieser bietet nicht nur einen umweltfreundlichen Elektroantrieb, sondern punktet auch mit Leichtbau, hochautomatisiertem Fahren und Vernetzung auf allen Ebenen.

Elektrische Kernflotte als Ergänzung zu i-Modellen

Mit der Elekrifizierung der Kernflotte möchte BMW neue Kunden gewinnen und in Zukunft deutlich mehr E-Modelle absetzen als bisher. So sollen die elektrischen Varianten der bekannten Baureihen preislich den gleich starken Benzinern entsprechen und dabei unter dem Preisniveau der i-Modelle liegen.
Für BMW-Vorstandschef Harald Krüger ist dies der nächste logische Schritt der BMW Elektrifizierungsstrategie. Diese ist durch Plug-in-Modelle und rein elektrische Antriebe in den klassischen Modellen sowie dem Mini gekennzeichnet. Den ersten Schritt stellte hingegen die Einführung der aufsehenerregenden Elektromodelle i3 und i8 dar. Diese sollen auch weiterhin vom Band laufen und in Zukunft lediglich durch die elektrischen Modelle der Kernflotte ergänzt werden. Für das Jahr 2016 rechnet BMW mit rund 28 000 verkauften Exemplaren der i-Reihe. Eine Zahl, die sich durchaus sehen lassen kann und unter anderem der neuen 33 kWh-Batterie geschuldet ist. Dennoch ist es vor allem der bescheiden bemessene Akku des kleinen und handlichen i3, der einer Massenelektrifizierung im Wege steht. Ein größerer Akku findet jedoch in der Karbonstruktur des i3 keinen Platz und auch das in zwei Jahren anstehende Batterieupdate verspricht nur maximal 400 km Reichweite. Im Vergleich dazu überzeugen die E-Versionen der Kernflotte von Beginn an mit 500 km Reichweite.
Bereits 2020 soll der X3 als Elektro-SUV auf die Straße rollen. Dieser wurde besonders in Hinblick auf den europäischen sowie den US-amerikanischen Markt entwickelt. Möglicherweise schafft auch der für China entwickelte X1 xDrive 25 Le den Sprung auf den europäischen Markt.

Die Klimavorgaben der EU sind ein wichtiger Grund für die Elektrifizierung der Kernflotte von BMW. Aus Entwicklerkreisen ist zu vernehmen, dass die i-Baureihe alleine nicht ausreiche, um diese zu erfüllen. So muss BMW den CO2-Ausstoß um 30 Prozent senken, um den für das Jahr 2020 vorgeschriebenen Flottengrenzwert von 95 Gramm pro Kilometer zu erreichen. Bauartbedingt soll dies gerade mit der Elektrifizierung der SUV-Modelle gelingen.

Quelle: auto-motor-und-sport.de

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